SCHUBERT-Audio+Video
SCHUBERT-VerlagBücher & NachschlagewerkeVerifiziert

- 20.00 Bewertungen
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- Preis
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App-Details
- Version
- 1.3.4
- Aktualisiert
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- Erfordert
- 8.0
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- Alterseinstufung
- USK ab 0 Jahren
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Analyse von Appwesome
Wer mit Lehrwerken des SCHUBERT-Verlags arbeitet, kennt das typische Problem: Ein Hörtext steht im Buch, aber im Alltag braucht man eine einfache Möglichkeit, ihn schnell abzuspielen. Genau hier setzt SCHUBERT-Audio+Video an. Ich habe die App als Begleiter für Lernmaterialien ausprobiert und finde ihren Ansatz angenehm direkt: Sie konzentriert sich nicht auf allgemeine Sprachlernspiele, sondern auf Audio- und Videoinhalte zu Büchern des Verlags.
Das macht sie besonders interessant für Deutschlernende, Kursteilnehmer und Familien, in denen ein gemeinsames Tablet oder Smartphone für Hausaufgaben genutzt wird. Gleichzeitig sollte man die Anwendung nicht mit einer vollständigen Lernplattform verwechseln. Sie ist eher ein praktisches Medienwerkzeug zu passenden Büchern als ein eigenständiger Kurs mit Übungen, Lernplan und Fortschrittsübersicht.
Ein gemeinsames Gerät im Lernalltag
In einem Haushalt kann die App ihre Stärke gerade dann zeigen, wenn nicht jeder ein eigenes Gerät besitzt. Ein Elternteil kann das Smartphone bereithalten, während ein Kind oder ein erwachsener Lernender im Buch die passende Aufgabe aufschlägt. Der Hörtext lässt sich dann direkt über dasselbe Gerät nutzen, ohne zusätzlich nach einzelnen Dateien oder fremden Webseiten suchen zu müssen.
Ein realistischer Ablauf sieht so aus: Nach dem Abendessen liegt das Lehrbuch auf dem Tisch, eine Person liest die Aufgabe vor, und die andere startet den zugehörigen Hörinhalt. Danach kann man die Passage noch einmal abspielen und die Aussprache vergleichen. Diese einfache Abfolge ist unspektakulär, aber im täglichen Lernen wertvoll, weil sie den Wechsel zwischen Buch und Medien möglichst klein hält.
Für geteilte Geräte ist außerdem hilfreich, dass die App nicht wie ein soziales Netzwerk wirkt. Es geht nicht um öffentliche Profile, Ranglisten oder eine gemeinsame Community, sondern um den Zugriff auf Lerninhalte. Das schafft eine ruhige Nutzungssituation. Wer allerdings erwartet, dass mehrere Personen getrennte Lernstände oder persönliche Bereiche verwalten können, sollte seine Erwartungen zurücknehmen: Die Anwendung ist in erster Linie eine Inhaltsbibliothek zu den Büchern.
Ich würde deshalb vor der Nutzung klären, welches Buch gerade verwendet wird und wer das Gerät während der Lernzeit benötigt. Besonders bei Kindern und Geschwistern verhindert diese kleine Absprache, dass jemand versehentlich den Ablauf unterbricht oder lange nach dem richtigen Inhalt sucht. Die App ersetzt keine Haushaltsorganisation, sie kann sie aber unterstützen, wenn die Materialien bereits klar zugeordnet sind.
Was beim Einstieg wirklich wichtig ist
Der Einstieg ist am sinnvollsten, wenn das passende SCHUBERT-Lehrwerk schon vorliegt. Die App allein ist kein Ersatz für das Buch, denn ihr Nutzen entsteht durch die Verbindung mit den darin behandelten Hörtexten und Videos. Wer nur eine kostenlose Sprachlern-App für spontane Übungen sucht, wird hier wahrscheinlich weniger finden als bei spezialisierten Vokabel- oder Kursangeboten.
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Artikel lesen: WhatsApp wurde zur Alltagsinfrastruktur, weil alle schon dort sindIch würde zuerst prüfen, ob das eigene Buch tatsächlich zum Inhalt der Anwendung passt. Das ist die wichtigste Grenze des Konzepts. Der Entwickler SCHUBERT-Verlag richtet die App auf seine eigenen Veröffentlichungen aus; dadurch ist die Auswahl zielgerichteter als bei einer allgemeinen Mediathek, aber eben auch weniger universell.
Auf einem gemeinsam genutzten Smartphone empfiehlt es sich, vor einer Lerneinheit die Lautstärke und die Audioausgabe zu kontrollieren. Das klingt banal, macht aber einen deutlichen Unterschied: Ein Hörtext, der zu leise über den Lautsprecher läuft, ist für Ausspracheübungen kaum hilfreich. Mit Kopfhörern kann eine Person konzentrierter arbeiten, während andere im Raum nicht gestört werden. Bei Kindern sollte man zusätzlich darauf achten, dass sie das Gerät nur für die vereinbarte Lernaufgabe verwenden.
Die App ist kostenlos und für Geräte ab Android 8.0 vorgesehen. Für die praktische Entscheidung bedeutet das: Auf einem älteren Android-Gerät kann die Systemversion wichtiger sein als die reine Leistungsfähigkeit. Wer ein altes Familienhandy weiterverwenden möchte, sollte deshalb zuerst die Android-Version kontrollieren. Das ist eine kleine, aber entscheidende Vorbereitung, bevor man Zeit in die Einrichtung investiert.
Klare Grenzen zwischen Personen und Geräten
Bei einem geteilten Gerät entsteht leicht die Frage, ob die App persönliche Konten, getrennte Profile oder individuelle Einstellungen braucht. Für den eigentlichen Zweck ist das meist nicht nötig, weil die Inhalte an das verwendete Buch und nicht an eine persönliche Lernbiografie gebunden sind. Das kann die Nutzung vereinfachen: Man muss nicht jedes Mal ein Profil auswählen, bevor man einen Hörtext startet.
Gleichzeitig bedeutet diese Einfachheit, dass man die Verantwortung für die Ordnung selbst übernimmt. Wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Büchern lernen, sollte jedes Buch seinen festen Platz haben und die passende Aufgabe möglichst offenliegen. So wird das Gerät nicht zur Suchmaschine nach unbekannten Titeln, sondern bleibt ein Werkzeug für die konkrete Unterrichts- oder Hausaufgabe.
Für Eltern ist dieser Punkt besonders relevant. Die Einstufung USK ab 0 Jahren macht die App grundsätzlich auch für jüngere Nutzer unproblematisch, sagt aber nichts darüber aus, ob der Inhalt zum jeweiligen Lernniveau passt. Ein Kind kann die Anwendung sicher öffnen und trotzdem Unterstützung brauchen, um das richtige Material zu finden oder die Hörtexte sinnvoll einzusetzen. Altersfreigabe und pädagogische Eignung sind hier zwei verschiedene Fragen.
Ich würde jüngeren Kindern daher nicht einfach nur das Smartphone in die Hand geben, sondern den Ablauf vorher einmal gemeinsam durchgehen. Zeigen Sie, welches Buch dazugehört, wie ein Inhalt ausgewählt wird und wann der Hörtext erneut abgespielt werden soll. Diese kurze Einführung ist nützlicher als eine komplizierte Erklärung über Sprachlernmethoden, weil sie direkt an der tatsächlichen Nutzung ansetzt.
Hörtexte besser in eine Lernroutine einbauen
Die größte Stärke der Anwendung liegt für mich darin, dass sie das Zuhören näher an die Bucharbeit bringt. Viele Lernende lesen eine Aufgabe, überspringen aber den Hörtext, weil der Zugriff umständlich ist. Mit einer passenden App auf dem Tisch sinkt diese Hürde. Das allein verbessert noch nicht automatisch die Aussprache, schafft aber bessere Voraussetzungen für regelmäßiges Hören.
Eine gute Routine besteht aus mehreren kurzen Durchgängen. Beim ersten Abspielen würde ich nur zuhören, ohne jedes Wort mitzuschreiben. Beim zweiten Durchgang kann man auf die Aufgabe im Buch achten. Erst danach lohnt sich die genauere Arbeit an unbekannten Stellen. So wird das Audio nicht bloß zur Lösungskontrolle, sondern zu einem Teil des Lernprozesses.
Ein weniger offensichtlicher Vorteil gemeinsamer Nutzung ist die Möglichkeit, dass zwei Personen unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Eine Person hört und fasst den Inhalt mündlich zusammen, während die andere im Buch die relevanten Stellen markiert. Danach kann man die Rollen wechseln. Diese Methode funktioniert besonders gut, wenn ein Elternteil die Sprache nicht selbst lernt, aber beim konzentrierten Arbeiten helfen möchte.
Für das Selbststudium würde ich die Hörtexte außerdem in kleine Zeitfenster einbauen: unterwegs, vor einer Hausaufgabe oder als kurze Wiederholung am nächsten Morgen. Dabei sollte man nicht versuchen, lange Sitzungen zu erzwingen. Der Wert liegt eher darin, dass die Inhalte regelmäßig wieder auftauchen und nicht ausschließlich während eines Kursabends gehört werden.
Die Videoinhalte können eine andere Funktion erfüllen als reine Hörtexte. Beim Audio konzentriert man sich stärker auf Klang, Rhythmus und Verständnis. Video kann zusätzlich visuelle Hinweise geben und dadurch den Zugang erleichtern. Ich würde trotzdem nicht automatisch jedes Video als bessere Lernform betrachten. Für gezieltes Nachsprechen oder konzentriertes Zuhören ist ein reiner Hörtext manchmal sogar praktischer, weil weniger Ablenkung entsteht.
Koordination im Haushalt und im Kurs
Wenn mehrere Menschen dieselbe App verwenden, ist eine einfache Absprache wichtiger als eine möglichst umfangreiche Technik. In einer Familie kann man zum Beispiel festlegen, dass das Tablet während der Hausaufgaben auf dem Tisch bleibt und danach wieder frei ist. In einer Wohngemeinschaft oder kleinen Lerngruppe hilft es, die Nutzung nach Buch oder Kurs zu ordnen, statt das Gerät ohne Plan weiterzureichen.
Für Lehrkräfte oder Nachhilfelehrer ist die App interessant, wenn die Lernenden ohnehin mit Materialien des SCHUBERT-Verlags arbeiten. Sie kann den Übergang zwischen Unterricht und Zuhause erleichtern: Im Kurs wird eine Aufgabe vorbereitet, zu Hause wird der zugehörige Hörtext noch einmal verwendet. Die App übernimmt dabei nicht die Kursplanung, sondern stellt den Medienanteil bereit.
Ein praktischer Tipp ist, vor einer gemeinsamen Sitzung alle Beteiligten auf dieselbe Aufgabe zu bringen. Wenn eine Person bereits bei einem anderen Kapitel sucht, entstehen unnötige Unterbrechungen. Bei einem geteilten Gerät sollte außerdem nur eine Person die Navigation übernehmen, während die anderen mit Buch und Notizen arbeiten. Dadurch bleibt klar, wer gerade etwas startet und wer den Inhalt auswertet.
Die App eignet sich weniger für Familien, die eine zentrale Übersicht über Lernziele, tägliche Zeiten oder individuelle Fortschritte erwarten. Dafür wären klassische Lernplattformen besser geeignet. Auch wer Materialien verschiedener Verlage in einer einzigen Oberfläche bündeln möchte, dürfte mit einer unabhängigen Audio-App oder der jeweiligen Plattform der Kursanbieter flexibler sein. Der Vorteil von SCHUBERT-Audio+Video liegt nicht in maximaler Vielseitigkeit, sondern in der Nähe zu den passenden Büchern.
Vertrauen, Alter und selbstständige Nutzung
Die niedrige Altersfreigabe passt zum sachlichen Charakter der Anwendung. Es gibt keinen Grund, sie wie eine typische Unterhaltungs-App zu behandeln, bei der Eltern jeden Schritt überwachen müssen. Trotzdem bleibt bei jüngeren Nutzern die Frage, ob sie den Lernauftrag verstehen. Ein Kind kann einen Hörtext abspielen, ohne zu wissen, worauf es beim Zuhören achten soll.
Deshalb halte ich eine klare Aufgabenstellung für wichtiger als eine strenge Gerätekontrolle. Sagen Sie nicht nur: „Hör dir das an“, sondern legen Sie fest, ob das Kind Wörter erkennen, eine Frage beantworten oder eine Passage nachsprechen soll. So wird aus dem Abspielen eine konkrete Lernhandlung. Bei älteren Lernenden kann diese Verantwortung vollständig selbstständig funktionieren.
Für erwachsene Nutzer ist die App angenehm unaufdringlich, wenn bereits ein passendes Buch vorhanden ist. Man muss keine neue Lernmethode akzeptieren und kein spielerisches System bedienen. Wer lieber mit Ruhe und Wiederholung arbeitet, findet hier einen sachlichen Begleiter. Wer dagegen Motivation durch Punkte, tägliche Ziele oder spielerische Belohnungen braucht, wird wahrscheinlich eine andere App als Hauptwerkzeug bevorzugen.
Auch beim Datenschutz sollte man im Haushalt vernünftig bleiben, ohne unbegründete Annahmen über die App zu machen. Ein gemeinsam genutztes Gerät sollte grundsätzlich mit einer Bildschirmsperre geschützt sein, und Kinder sollten wissen, dass sie keine fremden Konten oder Einstellungen verändern sollen. Diese Empfehlung gilt für jedes Lernmedium und ist keine besondere Schwäche dieser Anwendung.
Einordnung gegenüber den üblichen Alternativen
Im Vergleich zu allgemeinen Sprachlern-Apps wirkt SCHUBERT-Audio+Video bewusst schmaler. Eine typische Vokabel-App bietet oft Übungen, Erinnerungen und persönliche Fortschrittsanzeigen. Eine Videoplattform liefert dagegen eine riesige Auswahl, verlangt aber mehr Suche und führt nicht automatisch zum Inhalt der eigenen Buchaufgabe. Die SCHUBERT-Lösung sitzt dazwischen: Sie ist enger an Lehrmaterial gekoppelt und dadurch im richtigen Kontext schneller nutzbar.
Gegenüber einzelnen Audiodateien auf dem Computer hat die App den praktischen Vorteil, dass das Lernmedium näher am mobilen Alltag liegt. Man braucht nicht jedes Mal einen Dateinamen zu suchen oder Material manuell zu sortieren. Das ist besonders bei Familiengeräten hilfreich, auf denen nicht jeder Nutzer dieselbe technische Erfahrung besitzt.
Der Nachteil dieser Spezialisierung ist die Abhängigkeit vom passenden Verlagssortiment. Ohne entsprechendes Buch verliert die Anwendung einen großen Teil ihres Nutzens. Für jemanden, der einfach deutsche Gespräche hören, frei nach Themen suchen oder mehrere Niveaus vergleichen möchte, wäre eine allgemeine Hör- oder Lernplattform wahrscheinlich die bessere Wahl.
Ich sehe die App daher nicht als Konkurrentin zu allen anderen Sprachlernangeboten, sondern als Ergänzung. Sie ist dann stark, wenn Buch, Aufgabe und Hör- oder Videoinhalt zusammengehören. Sie ist weniger überzeugend, wenn man eine komplette Lernumgebung mit Kursverwaltung, persönlichem Trainingsplan und vielseitiger Materialsuche erwartet.
Technischer Eindruck und langfristige Erwartungen
Die aktuelle Version ist 1.3.4. Für mich signalisiert das ein etabliertes, aber weiterhin klar abgegrenztes Werkzeug: Man sollte eine funktionale Begleitung zu den Verlagsmaterialien erwarten, nicht ständig neue Spielmechaniken oder eine umfassende Neugestaltung des Lernens. Entscheidend bleibt, ob die Inhalte zum eigenen Buch passen und sich im Alltag schnell öffnen lassen.
Die Anwendung wurde am 05.05.2017 veröffentlicht und hat sich seitdem eine sichtbare Nutzerbasis aufgebaut. Im Store stehen über hunderttausend Installationen sowie ein Durchschnitt von 4,5 bei rund 280 Bewertungen. Diese Zahlen sprechen dafür, dass das Konzept für viele Lernende nützlich genug ist, sollten aber nicht als Garantie für jede persönliche Nutzung verstanden werden. Wer ein anderes Buch verwendet, erlebt die App zwangsläufig anders als jemand, dessen gesamter Kurs darauf abgestimmt ist.
Ich würde vor einer gemeinsamen Anschaffung oder Einrichtung deshalb drei Dinge prüfen: Liegt das passende SCHUBERT-Buch vor, läuft das gewünschte Gerät mit Android 8.0 oder neuer, und ist im Haushalt genug Ruhe zum Hören vorhanden? Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist der Einstieg unkompliziert. Wenn eine davon fehlt, bringt auch eine noch so gute Bedienung wenig.
Ein weiterer Trade-off betrifft die Selbstständigkeit. Die App kann Lernende von der Suche nach Audiodateien entlasten, aber sie nimmt ihnen nicht die Entscheidung ab, wie sie mit dem Material arbeiten. Das ist für motivierte Nutzer ein Vorteil, weil sie ihre eigene Routine entwickeln können. Für Menschen, die bei jedem Schritt Anleitung brauchen, bleibt das Lehrbuch oder eine betreute Lernsituation unverzichtbar.
Für wen sich die Installation lohnt
Ich empfehle die App vor allem Personen, die mit einem Lehrwerk des SCHUBERT-Verlags lernen und die zugehörigen Hörtexte oder Videos regelmäßig verwenden möchten. Dazu gehören Kursteilnehmer, Selbstlerner mit klarer Buchstruktur und Familien, die ein Gerät für Hausaufgaben und Wiederholungen teilen. Auch Lehrkräfte können sie als unkomplizierte Ergänzung zum Unterricht einplanen.
Weniger passend ist sie für Menschen, die ohne Buch starten, viele verschiedene Anbieter kombinieren oder eine komplette Lernplattform in einer einzigen Anwendung suchen. Ebenso würde ich sie nicht als alleinige Lösung für Anfänger empfehlen, die noch keinen Lernplan und keine Erklärung zu den Aufgaben haben. Der Medienzugang ist hilfreich, ersetzt aber weder Unterricht noch ein gutes Lehrwerk.
Für Haushalte mit Kindern gefällt mir der sachliche, altersfreundliche Charakter. Dennoch sollte ein Erwachsener am Anfang zeigen, wie Buch und App zusammengehören. Für Jugendliche und Erwachsene kann diese Begleitung schnell entfallen. Die beste Nutzung entsteht, wenn die App nicht als Zeitvertreib geöffnet wird, sondern mit einer konkreten Seite, einer Frage oder einer kurzen Wiederholungsaufgabe verbunden ist.
Wer bereits eine andere Audioquelle nutzt, muss nicht unbedingt wechseln. Wenn die vorhandene Lösung die passenden Inhalte zuverlässig abspielt und die Lernroutine funktioniert, ist ein zusätzlicher Dienst nicht automatisch besser. Der Wechsel lohnt sich vor allem dann, wenn die bisherige Suche nach Hörtexten umständlich ist oder die Verbindung zum eigenen SCHUBERT-Material fehlt.
Mein Urteil für den gemeinsamen Haushalt
SCHUBERT-Audio+Video ist eine fokussierte kostenlose App für einen klaren Zweck: Sie bringt die Hör- und Videobegleitung zu Büchern des SCHUBERT-Verlags auf das mobile Gerät. Ich schätze besonders, dass sie sich in eine gemeinsame Lernroutine einfügen lässt, ohne aus dem Unterrichtsmaterial ein kompliziertes digitales System zu machen.
Ihre Grenzen sind ebenso klar. Sie ist keine umfassende Sprachschule, kein persönlicher Lerncoach und keine universelle Mediathek. Wer diese Aufgaben von ihr erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Wer dagegen das passende Buch besitzt und unkompliziert hören oder sehen möchte, erhält ein zweckmäßiges Werkzeug, das sich gut für Einzelpersonen und geteilte Geräte eignet.
Mit einer passenden Absprache im Haushalt, einer klaren Aufgabe und einer regelmäßigen kurzen Hörphase kann die App mehr leisten, als die knappe Beschreibung vermuten lässt. Mein Fazit fällt deshalb positiv, aber gezielt aus: Für SCHUBERT-Lernmaterialien ist sie eine sinnvolle Ergänzung; außerhalb dieses Umfelds würde ich zuerst nach einer breiteren Lernlösung suchen.
Highlights
- Hochwertige Audio- und Videoaufnahmen klassischer Schubert-Werke
- Übersichtliche Präsentation mit Informationen zu Komponist und Interpretationen
- Ideal zum konzentrierten Musikhören ohne Ablenkung
- Praktische Sammlung für Fans von Franz Schubert
- Auf vielen Android- und iOS-Geräten einfach nutzbar
Einschränkungen
- Das Angebot konzentriert sich ausschließlich auf Schubert
- Für manche Inhalte oder Funktionen kann ein Kauf nötig sein
- Streaming kann bei schwacher Verbindung unterbrochen werden
- Nicht jede Aufnahme bietet dieselbe Ton- oder Bildqualität
- Klassik-Neulinge finden möglicherweise zu wenig Einführungsmaterial
Häufig gestellte Fragen
01Was ist SCHUBERT-Audio+Video und welche Inhalte bietet die App?
SCHUBERT-Audio+Video ist eine Lern-App für Deutsch als Fremdsprache, die Audio- und Videomaterial mit passenden Übungen verbindet. Je nach Kurs oder Lehrwerk finden Nutzer Hörtexte, Dialoge, Videos, Aussprachebeispiele und zusätzliche Aufgaben. Die Inhalte sind vor allem auf das strukturierte Lernen im Unterricht oder selbstständige Wiederholen abgestimmt und orientieren sich an verschiedenen Sprachniveaus.
02Für welche Deutschlernenden ist SCHUBERT-Audio+Video geeignet?
Die App richtet sich hauptsächlich an Lernende, die mit Materialien des SCHUBERT-Verlags arbeiten. Sie kann für Anfänger und Fortgeschrittene interessant sein, sofern das verwendete Lehrwerk unterstützt wird. Vor dem Download sollte man deshalb prüfen, ob der eigene Kurs, das eigene Buch und das gewünschte Sprachniveau enthalten sind. Die App ersetzt keinen vollständigen Sprachkurs, ergänzt ihn aber sinnvoll.
03Benötigt man eine Internetverbindung, um die Audio- und Videoinhalte zu nutzen?
Für das Herunterladen der App, das Aufrufen bestimmter Medien und mögliche Aktualisierungen wird in der Regel eine Internetverbindung benötigt. Ob einzelne Audios oder Videos anschließend offline verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Inhalt und der App-Version ab. Wer unterwegs lernen möchte, sollte die gewünschten Materialien vorher über WLAN öffnen oder herunterladen und den verfügbaren Speicherplatz prüfen.
04Ist SCHUBERT-Audio+Video kostenlos nutzbar?
Die App kann grundsätzlich kostenlos heruntergeladen werden, allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass sämtliche Inhalte ohne Einschränkungen verfügbar sind. Der Zugriff kann vom jeweiligen SCHUBERT-Lehrwerk, einem Kurscode oder den bereitgestellten Medien abhängen. Vor der Nutzung empfiehlt es sich, die Beschreibung im App-Store sowie die Hinweise des eigenen Lehrbuchs zu lesen, damit keine falschen Erwartungen entstehen.
05Auf welchen Geräten und Betriebssystemen funktioniert SCHUBERT-Audio+Video?
SCHUBERT-Audio+Video ist für mobile Geräte gedacht und wird je nach Anbieter für Android und iOS angeboten. Die genaue Kompatibilität hängt von der installierten Betriebssystemversion, dem Gerätemodell und der aktuellen App-Version ab. Auf älteren Smartphones oder Tablets können Videos möglicherweise weniger flüssig laufen. Deshalb sollte man vor der Installation die technischen Anforderungen im jeweiligen Store kontrollieren.